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Aktuelles Thema "Vergiftungen bei Hunden und Katzen"

Die häufigsten Vergiftungen bei Hund und Katze

 

Vergiftungen bei Katzen treten im Vergleich zu Hunden seltener auf, da Katzen wesentlich selektiver in der Nahrungsaufnahme sind als Hunde. Bemerkenswert ist jedoch, dass Vergiftungen bei Katzen etwa 3 Mal häufiger tödlich enden, als bei Hunden.

 

 

1.    Vergiftungen durch Mittel zur Schädlingsbekämpfung:

 

Rattengift:

Aufnahme durch das Fressen vergifteter Mäuse, Ratten oder auch den Köder selbst. Bei den Mitteln handelt es sich meist  um Vitamin K Antagonisten (Gegenspieler), die zur Störung der Blutgerinnung führen. Erste Symptome treten jedoch erst 2-5 Tage nach der Giftaufnahme auf. Symptome sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, blasse Schleimhäute, Blutungen aus Körperöffnungen, blutiger Urin und Kot, Hämatome, Schockzustände,…

 

Schneckenkorn (Metaldehyd): ACHTUNG auf VERPACKUNG steht meist unbedenklich für Haustiere

Aufnahme durch das Fressen der Köder (schmeckt leider süßlich, und wird gerne gefressen), aber auch eine geringe Aufnahme über die Haut ist möglich (Wälzen im Gras). Symptome treten ca. 2-3 Stunden nach Giftaufnahme auf: Zittern, Durchfall (bläulich, grünlich verfärbt), Erbrechen, Fieber, Speichelfluss, Krampfanfälle, Koma ,Tod,…  

 

Antiparasitika:

Unsachgemässer Gebrauch von Floh- und Zeckenmitteln

Vor allem wichtig bei Katzen: Exspot, Defendog Spray, Advantix,Scalibor Halsband

aber auch Ameisenköder, Ameisensprays

Symptome: Krämpfe, Übererregbarkeit, Speichelfluss, Atemnot, Tod
Katzen reagieren besonders empfindlich auf Pyrethroide, und deshalb sollten niemals für Hunde entwickelte Präparate bei Katzen angewendet werden.

 

 

2.    Giftpflanzen im Haus und Garten:

 

Oleander: im Vordergrund stehen Symptome des Magen-Darm-Traktes (Erbrechen, Durchfall, Speicheln), weiters Krämpfe, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand.

Eibe: Die gesamte Pflanze ist hochgiftig. Symptome: Desorientiertheit, Erbrechen, Durchfall, erhöhte Körpertemperatur, beschleunigte Herzfrequenz, Atemnot, Koma und Tod.

Goldregen: Schon 2 – 7 g Samen/kg Körpergewicht sind tödlich für Hund und Katze. Da Samen und Wurzeln einen süßlichen Geschmack haben, werden sie gerne gefressen.  Aber auch das Kauen an Ästen kann zu Vergiftungen führen (Stöckchen spielen). Nach wenigen Minuten reagieren die Tiere mit heftigem Erbrechen, Durchfall und Kreislaufkollaps. Krämpfe,..

Dieffenbachie:Symptome: starke Reizungen der Maulschleimhaut und Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes, Erbrechen, Atemnot, Herzrhythmusstörungen,Nierenversagen

Weitere giftige Pflanzen:

Amaryllis, Azalee, Buchsbaum, Christusdorn, Chrysantheme, Digitalis, Efeu, Gummibaum, Hyazinthe, Hortensie, Maiglöckchen, Oleander, Rhododendron, Thujen,  Wacholder, uvm…

Wichtig für die kalte Jahreszeit Weihnachtssterne und Misteln sind hochgiftig für Hunde und Katzen.

 

 

3.    Haushaltschemikalien:

 

Reinigungs- und Desinfektionsmittel können zu schweren Vergiftungen führen

Frostschutzmittel (Ethylenglykol):

Aufgrund des süßlichen Geschmackes kommt es immer wieder zu schweren Vergiftungsfällen

Symptome: Erbrechen, hochgradiges Durstgefühl, Zittern (erniedrigte Körpertemperatur), Krämpfe, Nierenversagen!

Eine Therapie ist nur innerhalb von 5 Stunden nach Aufnahme erfolgversprechend.

 

 

4.    Schwermetalle:


Blei: Verschiedene Bleisalze werden von Tieren wegen des süßen Geschmacks gerne aufgenommen. Bleivergiftungen werden oft durch bleihaltige Farben, durch Bleigewichte (an Gardinen, Tischtüchern, Fischerzubehör – Achtung vor allem bei Ziervögel), oder bleihaltige Schrotkugeln, Schmierfette, Druckerschwärze oder Golfbälle hervorgerufen.

Symptome: Unruhe, Zwangsbewegungen (Herumrennen, Kopf gegen Wände pressen,..), Sehstörungen, Zittern, Krämpfe, Speicheln, zum Teil blutiges Erbrechen und blutiger Durchfall.

Bei chronischer Bleivergiftung kommt es zur Abmagerung, Appetitlosigkeit, graublaue Verfärbungen des Zahnfleisches

Quecksilber:Vergiftungsmöglichkeiten können quecksilberhaltige Farben, Thermometer oder Batterien sein.

Symptome: Unruhe, Zittern, Krämpfe, Speicheln, Schluckbeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Sehstörungen,..

 

 

5.     Medikamente aus der menschlichen Hausapotheke:

 

Selbst harmlose Schmerzmittel wie Aspirin und Paracetamol können für Hunde sehr schädlich und für Katzen sogar tödlich sein.

Symptome können bereits nach weniger als einer Tablette auftreten, dazu gehören Magen- und Darmblutungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, etc.

Daher bitte immer vorherige Absprache mit einem Tierarzt halten, welche Medikamente an Hund und Katze verabreicht werden dürfen.

 

 

6.    Lebensmittel:

 

Weintrauben und Rosinen: eine Menge von ca. 12-14g Weintrauben pro kg Körpergewicht können zu starken Vergiftungserscheinungen und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen. Zu beachten ist, dass Rosinen aufgrund einer höheren Konzentration des Giftstoffs, bereits in deutlich geringeren Mengen eine Vergiftung hervorrufen können.

Zwiebeln: egal, in welcher Form (ob roh, gekocht oder getrocknet), Zwiebeln enthalten die Stoffe die bei Hund und Katze zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen können.

Knoblauch: Auch Knoblauch enthält Stoffe, die die roten Blutkörperchen zerstören und bei der Aufnahme größerer Mengen, aber auch bei regelmäßiger Fütterung kleinerer Mengen (Floh und Zeckenprohylaxe) zu Blutarmut (Anämie) führt.

Schokolade, Kakao, kakaohaltige Lebensmittel: Kakao enthält einen großen Anteil an Methylxanthinen wie Theobromin, dass giftig für Hunde und Katzen ist. Man spricht von einer tödlichen Dosis, wenn ca. 100mg Theobromin pro kg Körpergewicht aufgenommen wird. Je höher der Kakaogehalt umso giftiger die Schokolade. Zartbitterschokolade und Kochschokolade hat zum Beispiel einen sehr hohen Kakaogehalt, so dass bereits eine geringe Menge von etwa zwei Stücken für einen kleinen Hund wie einen Chihuahua tödlich sein kann.

Symptome: Krämpfe, Zittern, Durchfall, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen sein.

Avocado: enthält ein Toxin namens „Persin“, welches für Menschen ungefährlich ist, bei Hunden jedoch zu tödlichen Vergiftungen führen kann

Symptome: Husten, Atemnot, erhöhte Herzfreqquenz,…

Das Toxin bewirkt eine schwere, untherapierbare Herzmuskelschädigung

 

Weiters zu Erwähnen:

Knochen: zwar verbindet man seit dem Kindheitsalter, dass Hund und Knochen zusammengehören, aber Knochen und zwar nicht nur Hühnerknochen, können zu Verletzungen an Zähnen, Maulschleimhaut und Speiseröhre führen. Sowie auch lebensbedrohliche Verstopfungen (Knochenkotverstopfung) oder Magen- bzw. Darmverletzungen hervorrufen. Auch wenn es zweifelsohne meistens gut geht, ist es absolut nicht zu empfehlen Hunden Knochen zu füttern, vor allem nicht an ältere Hunde (verzögerte Verdauung im Alter).

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

 

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